Die Zentralschweiz – Mehr als Vierwaldstättersee und Luzern

Morgen ist es soweit – ich wünsche euch allen trotzdem heute schon frohe Weihnachten! Und es gibt sogar ein Geschenk – Yuhuu! Die super sympathische Anna vom Blog allnature.ch aus der Schweiz hat Days Weekends & More ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk gemacht – und somit auch euch, unseren Lesern. 🙂 Und zwar hat sie für uns einen exklusiven Gastbeitrag über die Zentralschweiz geschrieben.

Ich selbst war ja noch nie wirklich (außer einmal auf der Durchfahrt) bei unseren schweizer Nachbarn zu Besuch hab aber durch Annas Infos so richtig Lust darauf bekommen – aber lest doch einfach selbst:



Grüezi! Ich bin Anna von allnature.ch und freue mich riesig, dass ich auf Days, Weekends & More über meine Wahlheimat, die Zentralschweiz schreiben darf.

Der Vierwaldstättersee ist den meisten bekannt. Luzern auch. Doch lohnt es sich die Kletterschuhe inkl. Seil einzupacken? Oder sollte man lieber das Bike aufs Auto montieren? Und im Winter? Zentralschweiz oder lieber bekannte Skigebiete wie Davos besuchen?


Ich möchte euch in diesem Beitrag meine Highlights der Region Zentralschweiz vorstellen und versuche dabei, für jede Art Urlauber etwas zu erwischen. Wer sich nicht entscheiden kann, der packt einfach alles ein und nimmt sich 7 Tage Zeit für:


Tag 1: Klettern am Pilatus

Der Pilatus ist der Hausberg von Luzern. Auf ihn führen eine Gondel und die steilste Zahnradbahn der Welt. Er ist eine Attraktion, weshalb man auf dem Gipfel nicht nur die Aussicht bestaunen kann, sondern auch viele Chinesen und Japaner mit riesigen Kameras, Selfie Sticks, Stöckelschuhen oder dicken Winterjacken (im Sommer).

Auf den Gipfel kommt man aber nicht nur in einer der Bahnen, sondern auch über die Galtigentürme. Die Galtigentürme sind zu viert, teilen sich in 11 Seillängen auf und sind nie schwerer als eine 4c. Die Tour teilt man sich oft nur mit einer anderen Seilschaft und kann völlig in Ruhe die schöne Aussicht geniessen. Wenn man Glück hat, sieht man einen Steinbock oder Murmeltiere, die es am Pilatus relativ häufig gibt.

Auf dem Gipfel angekommen trägt man mit Seil und Klettergurt auf jeden Fall zur Attraktion bei. 😉 Runter geht’s dann zu Fuss oder mit einer der Bahnen. Eine genaue Beschreibung findet ihr auf allnature.ch, weshalb ich hier auf mehr Info verzichte.

Zahnradbahn am Pilatus
Abbildung 1: Zahnradbahn am Pilatus
Aussicht vom Pilatus mit der steilsten Zahnradbahn der Welt.
Abbildung 2: Aussicht vom Pilatus mit der steilsten Zahnradbahn der Welt.

Tag 2: Wanderung auf Buochser Horn

Etwas weniger bis gar keinen Rummel findet man am und auf dem Buochser Horn. Dort hinauf führt keine Bahn und dementsprechend wenig los ist auf diesem schönen, 1807 m hohen Berg.

Am Buochser Horn findet man stattdessen viele Alpen, noch mehr Braunvieh, je nach Jahreszeit blühende Alpwiesen und ganz oben ein riessiges Gipfelkreuz, von wo sich fast der komplette Vierwaldstättersee überblicken lässt.
Auf dem Abstieg empfiehlt sich ein Halt bei der Alp Bleiki, um dort ein Stück Bleiki Alpkäse zu kaufen. Ein kulinarischer Geheimtipp!

Das Buochser Horn steht im Kanton Nidwalden beim Ort Buochs. Von dort und von Büren im Engelberger Tal ist es auch erreichbar. Die genaue Route würde hier zu weit führen, weshalb ich auf die vielen Tourenbeschriebe auf hikr.org verweise.

Blick vom Buochserhorn auf den Vierwaldstättersee (im Nebel)
Abbildung 3: Blick vom Buochserhorn auf den Vierwaldstättersee (im Nebel)

Tag 3: Ein kulinarischer Tag in und um Luzern

Nach zwei sportlichen Tagen hat man sich einen Tag gefüllt mit Leckerbissen verdient!

Frühstück auf der Schiff

Los geht’s mit einem Frühstück auf dem See. Der Vierwaldstättersee verfügt über eine grosse Schiffsflotte, auf deren Schiffe man nicht nur von A nach B kommen, sondern auch frühstücken kann. Vom See aus kann man sich die die umliegenden Dörfer, Höhenzüge und Berge wunderbar anschauen und bekommt nebenbei noch Kaffee, Gipfeli, Alpkäse und andere Leckereien. Man kommt vorbei an einigen berühmten Schauplätzen, die – wer in der Schule aufgepasst hat – aus Wilhelm Tell bekannt sind: Die Tellsplatte, das Rüetli und ganz in der Nähe (in Küssnacht) die Hohle Gasse.

Infos und Zeiten findet sich hier.


Luzern kulinarisch entdecken

Nach einem Stadtbummel in Luzern kommt sicherlich wieder Hunger auf, was prinzipiell kein Problem ist. Nur hat man jetzt die Qual der Wahl, ob lieber süss, herzhaft, leicht, traditionell oder von allem etwas beim eigenen Picknick am Reuss- oder Seeufer.

Naschkatzen finden ihr Paradies wahrscheinlich beim Chocolatier Läderach in der Altstadt. Schon beim Betreten des kleinen Ladens läuft einem das Wasser im Mund zusammen: überall Schokolade und es duftet wie in Charlies Schokoladenfabrik.

Herzhaft und traditionell geht am besten mit Chäsfondue. Das ist meistens überall gut. Nur hinterher braucht man eine Verdauungspause oder einen Schnaps. 😉

Und für Picknick-Liebhaber ist die Sache auch recht einfach: einfach durch die Altstadt schlendern, hier und da etwas Feines einkaufen und dann am See geniessen.


Weinprobe von regionalem Wein

Um auch in den Genuss des zentralschweizer Weines zu kommen kann ich das Weingut Ottiger in Horw bei Luzern wärmstens empfehlen. Für eine Weinprobe muss man sich anmelden, doch das lohnt sich.

Der Wein wächst auf Südhängen, die durch die Reflektion und Wärmespeicherung des Sees zusätzlich Sonne abbekommen. Die Kultivierung ist weitgehend ökologisch, auch wenn der Wein kein offizielles Bio-Label trägt. Doch statt Pestiziden bleiben zwischen den Reben Grasstreifen stehen, in denen zahlreiche Insekten leben und die wiederum den Wein von Schädlingen freihalten. Ach ja, und der Wein ist auch noch gut!

Luzern
Abbildung 4: Luzern

Tag 4: Mit dem Bike nach Engelberg

Das Bike hat durchaus seine Berechtigung in der Region Vierwaldstättersee! Ob im Bikepark Emmetten, am Pilatus oder im Engelberger Tal. Hier gibt es leichte bis schwere Trails und für jeden ist etwas dabei.

Besonders schön ist es allerdings mit dem Bike an der Engelberger Aa entlang von Stans nach Engelberg zu fahren. Das Engelberger Tal ist wunderschön und man kommt an alten, prächtigen Höfen vorbei. Das letzte Stück geht durch den Wald bergauf, bis man in Engelberg rauskommt. Hier kann man entweder einen Kaffee trinken und den gleichen Weg retour fahren. Oder man hat noch etwas Kraft, fährt weiter Richtung Surenenpass und belohnt sich im Alpbeizli Alpenrose mit einem Stück Kuchen.

Diese Strecke und andere Trails sind auf der offiziellen Seite von Engelberg gut beschrieben.

Hof im Engelberger Tal mit Widderstock im Hintergrund
Abbildung 5: Hof im Engelberger Tal mit Widderstock im Hintergrund

Tag 5: Auf Schnee warten

Also gut. Ein Urlaub und alle meine hier beschriebenen Highlights wird schwierig. Schliesslich möchte ich auch etwas vom Winter erzählen.

Herbsttag im Engelberger Tal
Abbildung 6: Herbsttag im Engelberger Tal

Tag 6: Skifahren in Engelberg

Engelberg ist mehrfach bekannt. Zum einen wegen der Sprungschanze. Zum anderen wegen der grössten Orgel der Schweiz, die hier im Kloster steht. Und natürlich wegen dem Skigebiet, das vor allem Freerider anlockt und begeistert.

Stein, Sulz, Steintäli, Steinberg und Galtiberg heissen die Big 5 der Abfahrten, die erreichbar sind, ohne einmal die Ski abzuschnallen oder zu laufen. Allerdings ist genauso Vorsicht geboten, wie beim Skitouren gehen auch. Leider gibt es immer wieder Lawinenunglücke, weshalb man jemand dabei haben sollte, der sich auskennt. Man kann aber geführte Touren buchen.

Bergstation am Titlis
Abbildung 7: Bergstation am Titlis

Tag 7: Skitour

Lieber auf eigene Faust unterwegs? Abseits von Apres-Ski- Bars und Sesselliften? Kein Problem. Eine schöne Tour ist ab Langis am Glaubenbergpass auf den Fürstein. Die Tour mit 700 Höhenmetern ist auch mit mittelmässiger Kondition ein Vergnügen, geht bei nahezu allen Bedingungen, hat tolle Hänge und eine super Aussicht.

Man fährt gemütlich mit dem Auto bis Langis, kann dort parken und läuft dann in 2-3 Stunden über den Rickhubel auf den 2040 Meter hohen Fürstein. Bei Neuschnee wird man mit einer herrlichen Abfahrt über den Südost-Hang belohnt, steigt dann noch einmal 100 Höhenmeter auf den Rickhubel auf und fährt dann bis auf die Passstrasse ab.

Fürstein mit Südost-Abfahrt
Abbildung 8: Fürstein mit Südost-Abfahrt

Und was kostet das?

So teuer ist ein Urlaub in der Schweiz gar nicht. Wenn man eine Ferienwohnung, anstatt ein Hotel bucht und sich selbst versorgt, dann kostet das nicht mehr als in Österreich, Deutschland oder Südtirol. Sicherlich sind die Lebensmittel und auch die Bergbahnen etwas teurer, doch wer aktiv ist, der braucht (fast) keine Bergbahn. 🙂

Ich hoffe, dass ich euch Lust auf einen Urlaub in der Schweiz machen konnte und freue mich, wenn ihr neben dem Blog von Days, Weekends & More auch ab und zu bei allnature.ch reinlest.



Hast du durch Annas Beschreibungen auch so viel Lust auf einen Urlaub in der Schweiz bekommen wie wir? Ich freu mich auf dein Kommentar, oder auch ein Mail von dir: Kontakt

PS: Noch mehr Abenteuer gefällig? Na dann folge uns und Anna von allnature.ch auch auf Facebook, Instagram, Pinterest & Co – so bist du immer live dabei und kannst noch mehr richtig coole Reiseideen und Freizeittipps sammeln!

Eva

Eva, 24 - ACHTUNG gefährlich - 1.DAN im Judo! Hallo, ich bin die ältere - aber trotzdem kleinere - Schwester vom Freizeit- & Reiseblog Days Weekends & More. Außerdem bin ich wohl die "Planerin" von uns zwei Mädels, ich könnte stundenlang einfach nur Routen festlegen, Wanderungen heraussuchen und To-Do Listen erstellen - deshalb studiere ich wohl Logistik. :) Ich liebe es einfach draußen zu sein und die Vielfalt der Natur zu entdecken, es gibt wohl kaum einen Nationalpark auf dieser Welt den ich nicht unglaublich gerne mal besuchen würde. PS: Leckeres Essen ist mir auch ziiiiemlich wichtig. ;)

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