Einmal nach Afrika, bitte – Tagesausflug über die Straße von Gibraltar

Bin schnell mal in Spanien auf die Fähre gestiegen und nicht mal eine Stunde später war ich auch schon in Afrika. Es war damals übrigens mein aller erstes Mal auf einem fremden Kontinent, umso gespannter war ich, als ich in Tanger von Bord ging.

Ist hier wirklich alles ganz anders?

Mein Eindruck – oh ja, das ist es. Menschen, Kultur, Häuser, Strände, Gerüche, Essen, Tempo, Sprache, Schrift… alles total neu für mich.


Anreise

Aber starten wir doch einfach mal mit der Anreise. 🙂

Schon am frühen Morgen geht es für mich von Tarifa in Andalusien nach Tanger in Marokko. Einfach mal schnell mit der Fähre von Europa nach Afrika über die berühmte Straße von Gibraltar.

Die Fahrt über die Meerenge die das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet dauert kaum eine Stunde und ich kann zum ersten Mal in meinem Leben Delfine beobachten – wie aufregend! 🙂

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Am Hafen in Tanger setzte ich erstmals ein Bein auf einen fremden Kontinent  – klasse, jetzt kann’s los gehen – ich nimm dich mit auf eine kleine Tour durch Tanger:


Alte Medina

Hier kann ich dir nur raten – lass dich einfach treiben.

Ich muss aber ehrlicherweise sagen: der erste Eindruck hier in der Altstadt hat mich schon etwas überfordert. Die Gassen in der Medina sind richtig eng und gefüllt mit unglaublich vielen Menschen. Es ist laut und irgendwie hektisch – alles geht so schnell. Ich werde ständig angesprochen…

Aber trotzdem mag ich es – die bunten Farben der Obst- und Gewürzstände, die fremden Gerüche und verschnörkelten orientalischen Muster. Wunderbar!

Essen tun wir übrigens im Restaurant Hamadi, am Rande der Medina. Für jemanden wie mich, der sich (zu diesem Zeitpunkt) noch nie wirklich mir „anderer“ Küche beschäftigt hat, ist es eine Verwirrung der Sinne – aber keine schlechte wohlgemerkt! Koriander, Safran & Co – ich liebe diese orientalischen Gewürze, und Geschmäcker (mittlerweile) total! Bis auf die Nachspeise – das in Honig getränkte, unwahrscheinlich süße Gebäck ist nicht ganz so meins. Dafür gibt’s von mir für den leckeren Tee nochmal Pluspunkte. 😉

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Im Zuge dieser Tagestour besuche ich auch noch eine Weberei in der Medina. Ich kann es einfach nicht oft genug sagen, wie sehr ich diese orientalischen Muster und Farben liebe!

Super finde ich übrigens auch das für Marokko berühmte Arganöl, das ich mir in einem der kleinen Geschäfte für meine Haarpflege gekauft habe.


Alte Festung

Gleich neben den verwinkelten Gassen der Medina, nahe dem Hafen, befinden sich noch Teile der alten Stadtmauer und der Festung von Tanger. Dort, auf einem der Plätze kann ich sogar einen Schlangenbeschwörer beobachten.

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Cap Spartel & Villenviertel

Mit dem Bus durch das Villenviertel geht es direkt zum nordwestlichsten Punkt Afrikas – dem Cap Spartel. Es geht vorbei an mächtigen Villen mit pompösen Einfahrten und grünen Gärten – man sieht hier eindeutig wo die Reichen und Schönen dieser nordafrikanischen Stadt zu Hause sind.

Cap Spartel, welch ein magischer Ort. Es handelt sich um den Eingang in die Straße von Gibraltar. Genau hier treffen der Atlantik und das Mittelmeer aufeinander. Es gibt auch einen Leuchtturm, der übrigens ein wunderschönes Fotomotiv abgibt, sowie wieder mal zahlreiche Händler mit ihren Verkaufsständen.

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Herculesgrotte

Ein tolles Highlight ist für mich sicherlich auch die „Hercules Cave“. Hier reihen sich zwar abermals unzählige Händler und Souvenirverkäufer aneinander, aber man muss ja nichts kaufen, wenn man nicht möchte. Und die Höhle ist wirklich einen Besuch wert und lässt sich toll mit einem Besuch an den nahe liegenden Stränden und Cap Spartel verbinden.

Die Höhle hat zwei Eingänge den einen, wo man vom Land aus hinabsteigen kann und einen vom Wasser aus, welcher in seiner Form ein bisschen der Karte Afrikas ähnelt und daher auch so genannt wird.

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Strände

Die Strände rund um Hercules Cave an der Westküste finde ich einfach nur spitze! Breite Sandstrände mit kaum bis keinen Menschen und Liegestühlen – so mag ich es.

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Fazit

Ich muss zugeben – ich liebe Märkte und ich liebe es zu bummeln, zu schauen und auch einzukaufen. Aber ich mag es nicht so gerne, wenn man mir dabei einfach keine Ruhe lässt. Diese Erfahrung habe ich bisher eben nur im arabischen/orientalischen Raum gemacht. Bin also was das angeht wohl eher ein Fan der (süd)ostasiatischen Märkte. (natürlich wird es auch dort Ausnahmen geben, ganz klar).

Aber diese magischen und märchenhaften Farben, Formen und Muster aus 1001 Nacht, sowie die einzigartigen Gerüche hier in Marokko haben mich zu sehr begeistert um mit diesen Märkten für immer abzuschließen. 😉

Uuuuunbedingt will ich Nordafrika wieder besuchen, nächstes Mal gerne länger als nur einen Tag um auch der Kultur und Mentalität ein bisschen näher zu kommen und die Hektik und den Trubel lieben zu lernen. (Auch Hong Kong war für mich ja eher Liebe auf den zweiten Blick)

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Was war denn dein erstes Erlebnis auf einem fremden Kontinent? Verrate es mir doch in den Kommentaren, ich freu mich schon drauf! Oder schreib mir auch gerne ein Mail: Kontakt

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Eva

Eva, 24 - ACHTUNG gefährlich - 1.DAN im Judo! Hallo, ich bin die ältere - aber trotzdem kleinere - Schwester vom Freizeit- & Reiseblog Days Weekends & More. Außerdem bin ich wohl die "Planerin" von uns zwei Mädels, ich könnte stundenlang einfach nur Routen festlegen, Wanderungen heraussuchen und To-Do Listen erstellen - deshalb studiere ich wohl Logistik. :) Ich liebe es einfach draußen zu sein und die Vielfalt der Natur zu entdecken, es gibt wohl kaum einen Nationalpark auf dieser Welt den ich nicht unglaublich gerne mal besuchen würde. PS: Leckeres Essen ist mir auch ziiiiemlich wichtig. ;)

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