Wanderung in Mariatrost: Rettenbachklamm – Platte – Hauenstein

Naja, ein schneearmer Winter hat natürlich auch ein paar wenige Vorteile. Man kann einige Dinge machen, die man bei Eis und Schnee nur sehr schwierig bewältigen kann – wie zum Beispiel diese Wanderung in Mariatrost (Graz), durch die Rettenbachklamm.

Es ist ein sonniger Samstag im Jänner – Mama & ich haben mal wieder Lust die nähere Umgebung ein bisschen besser kennen zu lernen. Deshalb machen wir uns auf, um zum ersten Mal eine Wanderung im 11. Bezirk von Graz – Mariatrost – zu starten. Wir wollen über die Rettenbachklamm auf die Platte und von dort über den Hauenstein wieder zurück zum Ausgangspunkt wandern.


In der Rettenbachklamm
In der Rettenbachklamm

Anreise

Mit den Öffis

Die Anreise nach Mariatrost empfehle ich allen die in und um Graz wohnen, unbedingt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Problemlos kann man nämlich bis (fast) zum Einstieg in die Rettenbachklamm mit der Staßenbahn, Linie 1 in Richtung Mariatrost, fahren. Haltestelle „Waldhof/Rettenbachklamm“.

Das ist gemütlich und erspart einem das lästige Parkplatzsuchen, denn bei der Klamm gibt es KEINE Parkmöglichkeiten. Das Straßenbahn Ticket für eine Stunde kostet 2,30€ und du kannst es direkt in der Bahn kaufen (Stand Jänner 2018). Übrigens, direkt ab der Straßenbahnhaltestelle „#Waldhof/Rettenbachklamm“ ist der Wanderweg sogar schon beschildert!

Beschilderung Rettenbachklamm
Beschilderung bei der Haltestelle

Mit dem Auto

Wenn du mit dem Auto anreist, stellt sich das Parken wohl als schwierigster Teil der Wanderung heraus. 😉 Denn wie schon oben erwähnt, gibt es bei der Klamm keine Parkmöglichkeiten.

Erste Parkmöglichkeit: Es gibt aber rund um die Straßenbahn Haltestellen ein paar wenige Parkmöglichkeiten. Ich empfehle dir da den Park & Ride bei der Endstation in Mariatrost. Hier kannst du dein Auto sicher und legal abstellen und mit der Straßenbahn die drei Stationen zum Ausgangspunkt „Waldhof/Rettenbachklamm“ fahren (oder natürlich gehen). (Ticket 2,30€, Stand Jänner 2018)

Zweite Parkmöglichkeit: Auch bei der Straßenbahnhaltestelle „Rettenbach“ gibt es ein paar wenige Parkplätze in der grünen Zone entlang der Rettenbacher Straße. Von hier aus kannst du die zwei Stationen zum Ausgangspunkt „Waldhof/Rettenbachklamm“ zu Fuß gehen, ca. 5 Minuten, oder mit der Straßenbahn fahren. Wenn du vom Hauenstein wieder hinunter nach Mariatrost kommst, empfehle ich dir, dann mit der Straßenbahn die 5 Stationen bis zum Auto zurück zu fahren. (Kosten 2,30€, Stand Jänner 2018)

PS: Ich rate dringend davon ab, dein Auto an einem der Parkplätze der Geschäfte abzustellen, das wird nicht gerne gesehen und kann mit einer Geldstrafe enden.


Wandernachmittag in Mariatrost

Unser Startpunkt ist also die Straßenbahn Haltestelle „Waldhof/Rettenbachklamm“. Ab hier folgen wir ganz einfach den Schildern, queren die Hauptstraße und biegen dann beim „Wutscher“ rechts in Richtung Klamm ein. Nach kurzer Zeit sehen wir auch schon den Einstieg in die Klamm – wir sind gespannt!

Einstieg in die Rettenbachklamm
Einstieg in die Rettenbachklamm

Durch die Rettenbachklamm

Der Weg durch die Klamm ist wahnsinnig toll und wirklich spannend. Man muss hier schon ein bisschen aufpassen, dass man nicht ausrutscht – vor allem jetzt im Winter.

Wir müssen den Bach auch ein paar mal überqueren und da es nicht immer eine Brücke gibt, steigen wir von Stein zu Stein über das Wasser. Da muss man seinen Weg schon mit bedacht wählen, damit man nicht nass wird. 😉 Teilweise ist der Pfad auch ziemlich schmal und man könnte in den Bach stürzen, wenn man nicht wenigstens ein bisschen trittsicher ist. An einer Stelle gibt es sogar ein Seil, an dem man sich festhalten kann.

Ich muss schon sagen, es macht uns wirklich super viel Spaß über die Steine und Brücken zu stolzieren und über die paar Stufen hinauf zu steigen. Ein kleines Mini-Abenteuer könnte man sagen und ein toller Start in die Wanderung!

Rettenbachklamm MariatrostRettenbachklamm MariatrostRettenbachklamm MariatrostRettenbachklamm MariatrostRettenbachklamm Mariatrost

PS: Wir treffen sogar eine Familie, wo das Kind gerade unfreiwillig ein Bad im Rettenbach genommen hat – im Jänner! Uuuhhhhh erfrischend! 😉


Auf die Platte

So, am Ende der Klamm angelangt, geht’s nun links den Hügel hinauf in Richtung Platte. Dort oben wartet nämlich die Stephanienwarte und eine Jausenpause auf uns zwei Hübschen. 😉

Der Weg ist super toll markiert, es geht bergauf, dann ein Stückchen gerade aus und schließlich kommen wir bei einem kleinen Teich und an Obstplanatagen vorbei. Bis wir schließlich an eine Straße kommen. Hier schauen wir uns um und erblicken sofort rechts die Schilder, die uns weiter den Hügel hinauf führen. Im Wald gibt es so viele verschiedene kleine Wegerl… Wir folgen einfach immer der rot-weiß-roten Wandermarkierung, so gelangen wir schlussendlich auch sicher und schnell zur Stephanienwarte wo wir uns auf einem der Bankerl ein Apferl und einen Traubenzucker gönnen.

Auf die Platte von MariatrostAuf die Platte von MariatrostAuf die Platte von Mariatrost

Auf die Platte von Mariatrost
Stephanienwarte

Über den Hauenstein

Hinter der Warte gehen wir jetzt wieder ein Stückchen bergab, immer den Schildern in Richtung 2. Plattenkreuz nach. Uiuiui… fast hätte uns hier ein Mountainbiker über den Haufen gefahren, doch wir konnten noch haarscharf ausweichen – Gott sei Dank!

An einer Straße angekommen, gelangen wir nun an eine Kreuzung. Hier biegen wir rechts ab und folgen immer der Straße nach unten. Bis wir dann bei einer Einfahrt – ich glaube, es war die dritte nach der großen Kurve  links beim Schild Richtung Hauenstein (Wanderweg 25a) einbiegen.

Auf den Hauenstein

Auf den Hauenstein
Hier geht’s rein – in Richtung Hauenstein

Jetzt geht’s erstmal bergauf, immer der Starße entlang, bis wir an eine große Kreuzung kommen. Hier treffen mehrere Wanderwege aufeinander und auch einige Autos (vermutlich von Wanderern) parken hier oben neben der Straße in der Wiese.

Hier hat man übrigens einen tollen Blick zum Schöckl. Jetzt geht’s rechts hinunter und dann gleich, etwas unscheinbar, in den Wald hinein (kein Schild). Jetzt immer dem Weg und der Markierung entlang und schon bald stehen wir auch schon am „Gipfel“ des Hauensteins. Was für eine tolle Aussicht. Wie setzten uns auf das Bankerl und genießen den Blick ins Tal mit einer Tasse Früchtetee.

Blick Richtung Schöckl
Blick zum Schöckel

Ausblick vor dem Hauenstein

Weg Richtung Hauenstein
Hier in den Wald hinein – in Richtung Hauenstein

Weg Richtung HauensteinAm Hauenstein - Ausblick

Am Hauenstein - Ausblick
Am Hauenstein – Super Ausblick

Jetzt wird’s aber wohl schon ein bisschen dämmrig, also nichts wie runter und zurück zum Auto. Nach dem Gipfel leicht links geht es nun ziemlich steil hinunter und die feuchten Blätter machen dies zu einer wahrlich rutschigen Angelegenheit – immer schön aufpassen! Unten angekommen rechts über die Wiese zur Straße. An der Straße gehen wir immer gerade hinunter bis wir schon ganz bald an die Hauptstraße gelangen. Die Zeit vergeht einfach so schnell wenn man so ins Gespräch vertieft ist wie wir zwei „Tratschtanten“. 😉

An der Hauptstraße marschieren wir rechts unter der mächtigen Basilika von Mariatrost vorbei, bis wir zum Tramway Museum Graz gelangen (leicht links einbiegen). Hier befindet sich auch die Endstation der Straßenbahn, mit der wir nun wieder ganz gemütlich zurück zum Auto düsen. Was für eine schöne Wanderung in Mariatrost!

Rückweg Hauenstein -Mariatrost
Wieder hinunter – Achtung rutschig!

Basilika Mariatrost

Basilika Mariatrost
Basilika Mariatrost

Nachwandern

Route

Wir parken bei der Straßenbahn Haltestelle „Rettenbach“. (Näheres zur Anreise und eine bessere Parkalternative siehe oben) Nun folgen wir den Schienen bis zur übernächsten Station „Waldhof/Rettenbachklamm“ – hier beginnt die „offizielle“ Wanderung.

Immer den Schildern nach, bis zur Hauptstraße – die wird gequert und dann beim Wutscher rechts zur Klamm einbiegen. Weiterhin den Schildern folgen. In der Rettenbachklamm selbst ist es unmöglich sich zu vergehen.

Nach der Klamm den Schildern in Richtung Platte links den Hügel hinauf folgen. Immer auf dem Weg bleiben, vorbei an einem kleinen Teich und Obstplantagen. An der Straße kurz rechts und dann gleich links hinauf in den Wald gehen. Es gibt hier viele kleine Wegerl, die scheinbar alle irgendwie nach oben zur Stephanienwarte auf die Platte führen. Am besten einfach immer der rot-weiß-roten Wandermarkierung nach, so kommt man bestimmt oben an. Alle wichtigen Gabelungen sind beschildert.

Oben angelangt, geht’s auf der anderen Seite der Warte wieder hinunter, Richtung 2. Plattenkreuz. Bis man an eine Straße gelangt. Bei der nächsten Kreuzung rechts abbiegen und der Straße nach unten folgen. Nach der Kurve die 3. links gehen, der Wanderweg 25a zum Hauenstein ist hier sogar angeschrieben.

Jetzt geht’s bergauf – immer der Straße entlang. Oben angekommen rechts nach unten in den Wald hinein gehen. Auch hier im Wald der Markierung folgen, so kommt man zum „Gipfel“ des Hauensteins. Gerade über den höchsten Punkt und dann leicht links steil nach unten gehen. Unten rechts über die Wiese zur Straße marschieren und dieser dann bis zur Hauptstraße immer geradeaus folgen. Auf der Hauptstraße rechts abbiegen und bis zum Tramway Museum gehen (befindet sich auf der linken Seite) – hier ist auch die Straßenbahn Haltestelle.

Mariatrost - Rettenbachklamm - Platte - Hauenstein - Mariatrost


Daten zur Tour

  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Gehzeit: ca. 2 3/4 Stunden
  • Länge: 9,30 km
  • Höhenmeter: 400 m
  • Höchster Punkt: 654 m
  • Ausgangspunkt:
    • Straßenbahn Endstation Mariatrost R&R oder Haltestelle  „Waldhof/Rettenbachklamm“ (siehe auch Anreise)
  • Einkehrmöglichkeiten:
    • Keine

Hier hab ich noch den Link zur Wanderung auf Bergfex für euch – die uns am Bergfex Touren App (offline heruntergeladen) als Vorlage gedient hat: Mariatrost – Rettenbachklamm – Platte.


Tipps

Tipp1: Falls du eine Fahrkarte für den Raum Graz hast, nimm sie mit – auch wenn du mit dem Auto anreist. Du könntest sie brauchen!

Tipp2: Falls du mir Kindern unterwegs bist (oder auch für Erwachsene nicht schlecht) pack unbedingt Reservekleidung – vor allem Socken – in deinen Rucksack. In der Rettenbachklamm kann nämlich ein falscher Schritt, das Landen im Bach zur Folge haben. Und das ist vor allem im Winter nicht besonders angenehm – schon gar nicht wenn man nichts Trockenes dabei hat.

Tipp3: Pack dir eine kleine Stärkung (Apfel, Traubenzucker, Müsliriegel) und einen leckeren Tee ein. Es gibt nicht wirklich Einkehrmöglichkeiten auf dieser Route.

Tipp4: Zwischen der Platte und dem Hauenstein haben wir unser Bergfex Touren App gebraucht um den richtigen Weg zu finden, sonst war immer eine gute Markierung vorhanden. Lade dir also die Karte im Vorhinein auf’s Handy, damit du dich nicht so leicht vergehen kannst. 😉

Rettenbachklamm Mariatrost
In der Rettenbachklamm


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Eva

Eva, 24 - ACHTUNG gefährlich - 1.DAN im Judo! Hallo, ich bin die ältere - aber trotzdem kleinere - Schwester vom Freizeit- & Reiseblog Days Weekends & More. Außerdem bin ich wohl die "Planerin" von uns zwei Mädels, ich könnte stundenlang einfach nur Routen festlegen, Wanderungen heraussuchen und To-Do Listen erstellen - deshalb studiere ich wohl Logistik. :) Ich liebe es einfach draußen zu sein und die Vielfalt der Natur zu entdecken, es gibt wohl kaum einen Nationalpark auf dieser Welt den ich nicht unglaublich gerne mal besuchen würde. PS: Leckeres Essen ist mir auch ziiiiemlich wichtig. ;)

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