Kloster Ostrog und Krupac See – Von der Küste ins Hinterland Montenegros

Nachdem wir einige Tage an der Küste Montenegros, genauer gesagt an der Bucht von Kotor verbracht haben, ist es Zeit endlich mal ins Landesinnere zu reisen. Nächster planmäßiger Aufenhalt: Durmitor Nationalpark. Davor haben wir aber noch zwei kleinere Zwischenstopps eingeplant – Kloster Ostrog und Krupac See.

Unser Tagesprogramm lautet also – über den Krupac See und das Kloster Ostrog zum Durmitor Nationalpark zu reisen. Na dann, nichts wie los!


Weg zum Durmitor Nationalpark
Am Weg zum Durmitor Nationalpark

Kloster Ostrog und Krupac See – Route ins Hinterland

Welchen Weg wir von der Bucht von Kotor zum Krupac See und weiter übers Kloster Ostrog zum Durmitor Nationalpark genommen haben, kannst du in meiner finalen Map (bei Tag 5) der Route unseres Montenegro Roadtrips sehen. Die Karte findest du in diesem Beitrag: Montenegro Roadtrip – Route & Reiseverlauf in 29 Bildern

Wir haben uns für diesen Weg einen ganzen Tag Zeit gelassen, sind um ca. 10 Uhr vormittags von unserer Unterkunft in Kotor* weggefahren und um ca. 16 Uhr bei unserer Unterkunft im Durmitor Nationalpark* angekommen.


Von Kotor zum Krupac See

Nachdem wir all unser Gepäck gemütlich im Auto verstaut haben fahren wir immer der Bucht entlang in die selbe Richtung aus der wir vor ein paar Tagen gekommen waren und zwar in Richtung Herceg Novi. Und kurz nach Risan geht’s dann weiter über die P11 ins Landesinnere.

Straße P11 Montenegro


Fotostopps am Straßenrand

Ein Halt am Straßenrand muss einfach sein, denn der Ausblick hinunter auf die Bucht von Kotor ist auch von dieser Straße aus mal wieder herrlich!

Aber das sollte nicht unser einziger Halt am Straßenrand bleiben, denn nach ungefähr 45 Minuten fahren wir erneut rechts ran – diesmal eröffnet sich uns nämlich ein herrlicher Blick über den Slansko See. <3 Solche Fotostopps dürfen meiner Meinung nach auf einem Roadtrip nicht fehlen! Aber nun wollen wir endlich unser mitgebrachtes Picknick genießen und freuen uns schon bald den Krupac See zu erreichen. [caption id="attachment_26759" align="alignnone" width="3888"]Blick auf die Bucht von Kotor von der P11 Blick auf die Bucht von Kotor[/caption]

Blick auf die Bucht von Kotor von der P11

Blick auf den Slansko Jezero
Blick auf den Slansko Jezero

Am Parkplatz angelangt

Dass wir genau dort jausnen war eigentlich gar nicht von Anfang an geplant, ich hatte den See auf Google Maps entdeckt und spontan entschieden dort mal vorbei zu schauen. Wir wussten absolut nicht was uns erwartet…

Dank meiner guten Navigationskünste (jajaja – Eigenlob, ich weiß 😉 ) finden wir auch auf Anhieb den Parkplatz. Dieser ist groß, kostenlos, leicht heruntergekommen und liegt nicht mal zwei Gehminuten vom See entfernt.

Deine Anfahrt kannst du zum Beispiel hier planen: Google Maps Link zum Parkplatz

Parkplatz Krupac See


Picknick & Abkühlung

Der Bade-Stausee ist wie geschaffen für unser Picknick und eine schnelle Abkühlung – im doch ziemlich frischen – aber klaren und sauberen Wasser. Ein paar wenige Einheimische sind auch hier, aber diese lassen sich fast auf einer Hand abzählen. 🙂

Nach einer 45 minütigen Pause am See geht’s mit vollen Bäuchen auch schon weiter zu unserem nächsten Ziel – dem Kloster Ostrog. Wir sind gespannt was uns dort erwartet.

Krupac See MontenegroKrupac See Montenegro

Krupac See MontenegroKrupac See Montenegro


Vom Krupac See zum Kloster Ostrog

Wir sind zwar alle eher die „Natur- & Outdoor Liebhaber“ aber ein klein wenig Kulturprogramm kann man schon mal mitmachen. 😉 Vor allem, da dieses Kloster in zahlreichen Berichten und Reiseführern als eines der Highlights von Montenegro beschrieben wird. Nun ja, mal sehen ob es hält was es verspricht!


Anreise & eine Abenteuerliche Straße

Weiter geht’s nun, wie auf unserer Map zu sehen ist, auf schnellstem Weg zum Manastir Ostrog. Die Fahrt vom Krupac See zum Kloster dauert ungefähr 45 Minuten und entpuppt sich als richtiges Abenteuer…

Für unsere liebe Mama war die Straße auf den Berg hinauf zum Kloster, die mit Abstand angsteinflößenste befestigte Straße unseres ganzen Roadtrips.

Kloster Ostrog - Manastir OstrogKloster Ostrog - Manastir OstrogKloster Ostrog - Manastir Ostrog

Und ja, es gibt Gegenverkehr – sogar riiiesige Reisebusse!! (Ohh Gott, ich wäre dort als Busfahrerin definitiv ungeeignet).

…aber diese Straße sollte nicht die abenteuerlichste dieser Reise bleiben… mehr dazu in einem anderen Blogpost. 😉


Parken

Wir parken auf dem erstbesten beschilderten Parkplatz ein paar Kehren unterhalb des Ziels, was sich im Nachhinein als „unschlau“ erwiesen hat, denn ganz oben am Ende der Straße – direkt vor dem Kloster – waren noch jede Menge freie Parkplätze.

Wie marschieren also die letzten paar Meter (ca. 15 Minuten) vom unteren Parkplatz hinauf bis zum Kloster. Dafür gibt es einen eigenen Weg für Fußgänger, der über viele Stufen führt.

Kloster Ostrog - Manastir OstrogKloster Ostrog - Manastir Ostrog


Kleidungsvorschrift

Oben angekommen, realisieren wir erst, dass wir für einen Besuch im Kloster nicht passend gekleidet sind, denn lange Kleidung – unten und oben – ist angesagt. Ach, wir Kulturbanausen!

Gemeinsam mit Papa mache ich mich auf den Weg zurück hinunter zum Auto um dieses dann mit hinauf zum oberen Parkplatz zu nehmen, damit wir uns alle noch schnell was überwerfen können. 😉


Das Kloster

Ich hatte vorher schon einige Berichte von ewig langen Warteschlangen & Co gelesen. Das ist bei uns (Mitte Juni 2017) üüüüüberhaupt nicht der Fall. Es sind nur sehr wenige Besucher hier. Also marschieren wir ohne uns irgendwo anzustellen ganz einfach rein ins Felsenkloster. 😉

Die Aussicht von hier oben ist wirklich super und das schneeweiße Kloster, majestätisch in den Fels hineingebaut, ist auch wirklich ein beachtlicher „Eyecatcher“. Ich bin mir Sicher, dass es ein fantastischer Ort für Pilgerer & Co ist. Uns hat das Kloster an sich aber nicht so richtig vom Hocker gerissen. Stehen eben mehr auf Nationalparks & Natur.

Kloster Ostrog - Manastir OstrogKloster Ostrog - Manastir Ostrog

Wenn du aber gerne mehr über das Kloster erfahren möchtest ließt du am besten hier weiter:

Und ein paar Fotos von uns gibt’s natürlich auch noch!


Vom Kloster zum Durmitor Nationalpark

Nach ungefähr 50 Minuten im und um das Felsenkloster geht’s nun endlich weiter in Richtung Durmitor Nationalpark. Auf diesen Stop freuen wir uns schon ganz besonders!


Einfach mal kurz abgebogen – Nevidio Canyon

Aber HALT – noch ein kleiner, spontaner Abstecher zu einer Schlucht bevor wir dann endgültig an unserem Tagesziel ankommen. In dieser Schlucht finden übrigens einige Canyoning Touren statt, also falls du dich gerne in ein Abenteuer stürzen möchtest, kannst du ja vorab eine Tour buchen…?

Wir bleiben aber bloß bei der Brücke stehen und werfen einen schnellen Blick in die Tiefe, ist ja nur eine 3 minütige Fahrt von der Hauptstraße bis dort hin – und die Straße führt durch eine tolle Landschaft und vorbei an einem hübschen kleinen See.

Info: Hier ist der Google Maps Link zum Canyon.

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Ankunft in der Unterkunft

In unserer kleinen Hütte* direkt neben dem Schigebiet Savin Kuk angekommen, begrüßt uns der Besitzer mit einer Portion selbst gemachtem Frischkäse von seiner eigenen Kuh.  Wir fühlen uns gleich wie zu Hause. Mehr zur Unterkunft kannst du in diesem Blogpost lesen: Montenegro Unterkünfte auf unserem Roadtrip – Lage & Wohlfühlfaktor

Unterkunft Durmitor Nationalpark


Essen gehen & Lebensmittel kaufen in Žabljak

Nachdem wir es uns in der Hütte bequem eingerichtet haben knurren wie auf Kommando auch schon unsere Bäuche, also machen wir uns auf in die kleine Stadt Žabljak um dort zu Abend zu essen. Das Hendl mit Bratkartoffeln im Restaurant Or’O ist wirklich seeehr zu empfehlen! (Link zu Tripadvisor)

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Lecker war’s! Und jetzt ist noch Zeit um für die nächsten Tage ein kleines bisschen einzukaufen. Schließlich brauchen wir wieder ein paar Vorräte für’s Frühstück. Der Einkauf kostet uns nur die Hälfte von dem in Kotor, obwohl wir bestimmt gleich viel – wenn nicht sogar mehr – eingekauft haben. Enorm diese Unterschiede zwischen touristischer Küste und dem Hinterland!

Danach haben wir noch ein bisschen Zeit ein paar Hinterhöfe in Zabjak zu fotografieren – mehr über Hinterhöfe in Montenegro kannst du hier lesen: Das „andere“ Montenegro – Zerfallene Häuser, Hinterhöfe & Co

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Spaziergang & Gegend erkunden

Zurück in der Unterkunft, können wir einfach nicht anders als noch einen kleinen Spaziergang in der Dämmerung zu machen. Es ist einfach so ruhig und authentisch hier – Wahnsinn! Aber dazu in einem anderen Blogpost mehr. 😉

Update 2018: Mittlerweile habe ich bei Google Maps gesehen, dass die Straße hier teilweise erneuert und auch ein richtiger Parkplatz für das Schigebiet gebaut wurde. Ich selbst habe bloß Bilder und Eindrücke von VOR dem Umbau (2017) und fand es dort wirklich wunderschön! Für mich war es gerade das „unschöne“, das für mich diesen Ort so schön gemacht hat, ich hoffe, dass es dort trotz der neuen Straße immer noch so zauberhaft ist. 🙂

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Lesetipps: Reiseführer Montenegro

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Warst du auch schon mal auf dieser Route unterwegs? Wie waren deine Eindrücke? Speziell zum Kloster würde mich interessieren ob es dich vielleicht vom Hocker gerissen hat? Ich freu mich schon auf deinen Kommentar – oder schick mir auch gern ein E-Mail: Kontakt

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Eva

Eva, 24 - ACHTUNG gefährlich - 1.DAN im Judo! Hallo, ich bin die ältere - aber trotzdem kleinere - Schwester vom Freizeit- & Reiseblog Days Weekends & More. Außerdem bin ich wohl die "Planerin" von uns zwei Mädels, ich könnte stundenlang einfach nur Routen festlegen, Wanderungen heraussuchen und To-Do Listen erstellen - deshalb studiere ich wohl Logistik. :) Ich liebe es einfach draußen zu sein und die Vielfalt der Natur zu entdecken, es gibt wohl kaum einen Nationalpark auf dieser Welt den ich nicht unglaublich gerne mal besuchen würde. PS: Leckeres Essen ist mir auch ziiiiemlich wichtig. ;)

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