Mein erster Hund zieht ein – die wichtigsten Vorbereitungen

Es ist soweit – der erste Hund kommt ins Haus – Herzlichen Glückwunsch, du hast dich entschieden dein Leben zukünftig mit einem vierbeinigen Begleiter zu verbringen. Ganz egal ob du dir einen süßen kleinen Welpen vom Züchter holst oder einem wunderbaren Hund aus dem Tierheim ein für-immer zu Hause schenkst, eine gute Vorbereitung ist das Um und Auf!

Und mit Vorbereitung meine ich nicht, sich schon sorgfältig die richtige Farbe für die Leine auszusuchen und schon 3 Monate vorher die besten Leckerlies zu Hause zu horten, denn um das kannst du dich noch früh genug kümmern. In diesem Beitrag werde ich dir verraten welche Vorbereitungen mir persönlich im Rückblick am allermeisten geholfen haben.


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„Hundekarrenz“ | Mein erster Hund

Mit deinem neuen Familienmitglied beginnt auch ein neuer, actionreicher Lebensabschnitt für euch beide, Grund genug schon früh genug um zwei Wochen Urlaub anzufragen, oder die Ankunft des Neuankömmlings in der Ferienzeit zu planen.

Mir fallen 1000 Gründe ein warum ich meine 2 Wochen „Hundekarenz“ auf keinen Fall missen möchte.


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Sich kennenlernen

Nur wenn du dich den ganzen Tag auf deinen Hund konzentrieren kannst, kannst du lernen wie er sich in verschiedenen Situationen verhält, was er gerne hat und wann er sich unwohl fühlt oder wovor er sich sogar fürchtet. Ist er sehr sensibel und zurückhaltend oder vielleicht ein frecher, selbstbewusster Kerl? Wie verhält er sich, wenn er mal muss und, und, und,…? – den Hund und sein individuelles Verhalten zu kennen ist die Voraussetzung für jede weitere Erziehungsarbeit.



Bindung aufbauen

Dein Hund hat gerade alles verloren, was er bisher kannte – weg von der Mutter, weg von der gewohnten Umgebung und plötzlich ist da Nichts mehr, was er kennt. In dieser Phase sind ganz viele Vertrauensübungen, Kuscheleinheiten und Spielstunden das Um und Auf um gemeinsam in eine Zeit voller Vertrauen und Liebe zu starten. <3



Stubenreinheit

Dein Hund kann nur dann lernen nicht ins Haus zu machen, wenn auch jemand da ist, der ihm behilflich ist, sich an dem richtigen Ort zu lösen. Je nachdem ob du dir einen Welpen oder einen erwachsenen Hund ins Haus holst kann dein Welpe seine Blase vielleicht noch gar nicht selbst kontrollieren oder dein Hund hat noch nie in einem Haus gelebt und weiß nicht, dass er da nicht reinmachen darf.
2 Wochen zu Hause, in denen du deinen Hund rund um die Uhr im Blick hast helfen ungemein dabei, dass dieses Kapitel schnell abgeschlossen ist.



Sozialisierung

Neben Entspannung und Ruhe soll der Hund natürlich auch alle möglichen Umweltreize nach und nach kennen lernen – Straßen, belebte Orte, Restaurants, Wald, verschiedene Untergründe, ….
Um den Hund nicht zu überfordern sollte das in keinen Einheiten über den ganzen Tag verteilt passieren, dafür braucht man eben auch den ganzen Tag Zeit.


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Wenn du dir noch nicht zu 100% sicher bist ob ein Hund bei dir einziehen soll findest du hier einige Überlegungen die dir bei deiner Entscheidung helfen können:

Hund ja oder nein


Erziehung und Lernverhalten des Hundes | Mein erster Hund

Der schwierigste aber auch wichtigste Punkt in meinen Augen ist die Vorbereitung auf die Erziehung.
Erziehung beginnt nicht erst wenn der Hund im Haus ist, sondern sollte schon weit vorher starten. Wer schon gut auf Dinge wie das Erlernen der Beißhemmung, Stubenreinheit, Impulskontrolle,  Leinenführigkeit etc. vorbereitet ist kann auch sofort erkennen, wenn sich etwas in die falsche Richtung entwickelt und dementsprechend reagieren.

Eine Sache die ich jedem ans Herz legen möchte: beschäftigt euch wirklich intensiv mit dem Lernverhalten von Hunden! Nur wer versteht wie ein Hund lernt und Dinge verknüpft, kann ihm auch etwas beibringen – klingt logisch? Machen aber leider nur die Wenigsten!


credits: Christine Rechling

Hundeschule| Mein erster Hund

Selbst wenn du dich mit Hunden schon ganz gut auskennst und vielleicht auch schon einen hattest der brav erzogen war – denk daran eine Hundeschule zu besuchen. Nicht weil du es vielleicht nicht auch alleine schaffen würdest, sondern weil es immer gut ist für eventuelle Fragen rund um die Uhr eine Ansprechperson parat zu haben. Außerdem ist das Üben in einer Gruppe wieder eine ganz andere Situation für den Hund als das Üben allein zu Hause im Garten. Er kann so Sozialverhalten lernen und auch lernen, sich unter Ablenkung zu konzentrieren.

WICHTIG: such dir eine Hundeschule aus, die zu dir und deiner Vorstellung von Erziehung passt. Ein Kennenlernen bei einer Einzelstunde kann schon einen guten Einblick geben ob du und dein Hund euch dort wohlfühlt und die Chemie zwischen Hundehalter, Hund und Hundetrainer stimmt.



Tierarzt | Mein erster Hund

Erkundige dich früh genug nach einem guten Tierarzt in deiner Nähe den du im Notfall (hoffentlich tritt so etwas nie ein) aufsuchen kannst und dem du vertraust. Optimal ist es, wenn man sich mehrere Tierärzte anschaut, um herauszufinden wo man sich wirklich gut aufgehoben fühlt.

Mein Tipp: besuche in deinen 2 Wochen „Hundekarenz“ doch einfach mit deinem Hund den Tierarzt um „Hallo“ zu sagen ein paar Leckerlies zu kassieren & dem Hund zu zeigen, dass es dort richtig cool ist. 😊


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Sicherheit | Meine erster Hund

Natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt: sorge dafür, dass dein zu Hause hundesicher ist. Dazu gehört, dass keine Stromkabel zum Anknabbern und keine Gegenstände, die eventuell verschluckt werden könnten, herumliegen. Auch eine Absperrung bei der Stiege kann bei Welpen sehr wichtig sein.

Geh am besten gemeinsam mit deinem Partner, deiner Mama oder einer Freundin durch die Wohnung und durchsucht jeden Raum nach eventuellen Gefahren, die ihr noch beseitigen müsst, bevor euer Mitbewohner einzieht. Vergesst auch nicht zu prüfen, ob vielleicht für den Hund giftige Pflanzen herumstehen.



Zeitmanagement | Mein erster Hund

Kurz und knackig: bereite dich, deine Freunde & deine Familie darauf vor, dass du in nächster Zeit sehr wenig Zeit für Alles haben wirst.


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Einkaufsliste | Mein erster Hund

Mach dir über die Erstausstattung für deinen Hund Gedanken. Stelle dir einen Tag gemeinsam mit Hund vor und überleg dir, was du an so einem Tag mit Füttern, Spazieren, Spielen, Trainieren, Schlafen und Pflegen alles brauchen könntest.

Schreib dir eine Liste & versuche dich beim Einkaufen auf das Nötigste zu beschränken– ich habe den typischen Fehler gemacht beim Einkaufen maßlos zu übertreiben, ein Hundebett reicht,  2 Spielzeuge sind genug und vorerst reicht auch ein Brustgeschirr und eine Leine. Es wird sich mit der Zeit genug ansammeln, das könnt ihr mir glauben. Vielleicht brauchst du dann sowieso ganz andere Dinge, als du zu Beginn gedacht hast.



Futter | Mein erster Hund

Und zu guter Letzt ein Thema bei dem sich die Geister scheiden. Das richtige Futter für deinen Vierbeiner. Egal ob Trockenfutter, Nassfutter, Mischkost oder vielleicht doch BARF, schau was am besten zu dir und deinem Alltag passt. Bist du viel mit Hund unterwegs und brauchst Futter, das du leicht und gut überall hin mitnehmen kannst, oder bist du meistens zu Hause und kannst das Futter ohne Probleme im Kühlschrank lagern?

Egal für was du dich entscheidest, wichtig ist nur, dass du auf Qualität achtest. Entscheide dich lieber für ein hochwertiges Futter, das etwas mehr kostet, als später das Geld aus Krankheitsgründen beim Tierarzt auszugeben.



Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen bei eurer Vorbereitung auf das neue Familienmitglied behilflich sein. Eine letzte Sache möchte ich euch aber noch gerne mit auf den Weg geben: Fragen, fragen, fragen! Redet mit so vielen Hundebesitzern wie nur möglich, fragt sie alle möglichen Fragen und vergleicht, und vor allem, hinterfragt deren Antworten. Pickt euch aus allen gut-gemeinten Tipps, Ratschlägen und Erziehungsmaßnahmen alles raus was ihr für sinnvoll und richtig haltet, denn nur wenn man selbst davon überzeugt ist, kann man auch seinen Hund davon überzeugen. 😊


Helena

Helena, 19 - ACHTUNG chaotisch! Hallo ich bin die jüngere aber größere Schwester vom Freizeit- & Reiseblog Days Weekends & More. Ich liebe es draußen zu sein, die Natur zu entdecken und ganz besonders liebe ich Tiere - deswegen studiere ich wohl auch Biologie. (: Außerdem bin ich wohl die "Kreative" von uns zwei, ich könnte stundenlang basteln, an kreativ-Projekten arbeiten, musizieren, dekorieren, backen und so weiter... Kurz und Knapp, alles was ich zum glücklich sein brauche ist: meine Katze & mein Hund, meine Familie, die Natur, kreative Freiheit, gutes Essen & mein ganz persönliches Chaos! :)

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